Zoogesellschaft Osnabrück e.V.: Möllenkamp im Amt bestätigt
02.10.2026
PRESSEMITTEILUNG
Am Mittwoch, 30. September, fand die Jahreshauptversammlung der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. statt. Geehrt wurden Mitglieder für 40 und 50 Jahre Mitgliedschaft, der Posten der Beisitzerin stand zur Wahl und Mitglieder stellten Freiwilligenarbeit vor.
Im „Zoo-Restaurant“, das in diesem Jahr neu eröffnet wurde, kam die Zoogesellschaft Osnabrück e.V. am Mittwoch, 30. September, zum Jahreshauptversammlung zusammen. Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde begrüßte die anwesenden 98 Mitglieder. Er betonte die Wichtigkeit von Zoos: „Zoos sind eine Arche Noah für die Tiere. Der Wisent beispielsweise war in der Natur ausgerottet – vor 100 Jahren gab es noch 12 Wisente in Zoos. Heute 8.000 in der Wildbahn. Das ist nur der Arbeit der Zoos zu verdanken“, erklärte der Zoopräsident.
40 und 50 Jahre Mitgliedschaft, Möllenkamp im Amt bestätigt
Sechs der insgesamt 2.479 Mitglieder wurden an diesem Abend besonders geehrt, denn sie blicken auf eine Vereinsmitgliedschaft von 40 und 50 Jahren zurück. „Das muss man erst mal schaffen“, schmunzelte Brickwedde. Das Vereinspräsidium überreichte den Jubilaren Alfred und Brigitte Kerk zur 50jährigen Mitgliedschaft sowie Hans Gerd und Ilona Dehnen und Burkhard und Johanna Fromme zur 40jährigen Mitgliedschaft Blumen und Gebäck.
Zur Wahl stand der Posten der Beisitzerin. Mechthild Möllenkamp, seit 2022 Mitglied im Präsidium, wurde einstimmig mit zwei Enthaltungen auf diesem Posten von der Versammlung bestätigt.
Finanzen im Fokus
Ein besonderer Fokus lag bei der Jahreshauptversammlung auf der wirtschaftlichen Situation des Zoos. Zoogeschäftsführer Philipp Bruelheide berichtete ausführlich über die Finanzen und nahm die Mitglieder mit auf einen Exkurs in die Branchentrends. „Das Bestreben der Zoos des Verband der Zoologischen Gärten ist es, bei den Besucherzahlen wieder auf ‚Vor-Corona-Niveau‘ zu kommen. Hier spielen aber viele Faktoren eine Rolle: die Inflation, Zookritik und vor allem auch das Wetter“, erklärte er. Hitze-Wochenenden in diesem Jahr brachten im Vergleich zu Wochenenden mit „Zoowetter“ um die 20 bis 22 Grad einen Besuchereinbruch von bis zu 90 Prozent. „Wir haben das Problem erkannt und halten dagegen – beispielsweise mit der Sparkassen-Auenlandschaft, die wir in diesem Jahr eröffnet haben.“ Herzstück der Sparkassen-Auenlandschaft ist ein Nebelfeld, das Nebelwände von bis zu mehreren Metern Höhe erzeugt und Abkühlung bei warmen Temperaturen verschafft. Auch regenreiche Monate wie der Januar 2025 hätten dem Zoo den Start in das Jahr finanziell deutlich erschwert.
Das 2025 neu eingeführte System der Jahreskarten, die nun nicht mehr pro Kalenderjahr, sondern ein Jahr ab Kauf gelten, sei aufgegangen, so Bruelheide. Zwar schlage sich das noch nicht in der Bilanz nieder, aber dies sei dem buchhalterischen Vorgehen geschuldet. So werden die Einnahmen aus dem Jahreskartenverkauf nicht komplett in dem Jahr verbucht, in dem sie gekauft werden, sondern müssen anteilig auf die Monate verteilt werden.
Eine besondere Herausforderung sei zudem der Sanierungsstau. Es sei viel neu gebaut worden über die vergangenen Jahre, aber an der Instandhaltung gespart worden. Dies werde nun geändert. Allerdings fährt die Zoo Osnabrück gGmbH weiterhin einen Sparkurs: „Wir haben an allen Ecken und Enden Ausgaben gestrichen – bis es weh tat“, erklärte Bruelheide. Nur so könne der angespannten finanziellen Situation gegengesteuert werden.
Die Versammlung beschloss außerdem einstimmig die Erhöhung des Beitragssatzes für die Familienmitgliedschaft. Dieser wird ab 01.01.2027 von 170 auf 185 Euro steigen.
Mitglieder werben für Freiwilligenarbeit
Unter dem Punkt „Verschiedenes“ meldeten sich zwei Mitglieder zu Wort, die Werbung machten für ehrenamtliches Engagement im Verein. Zum einen hat sich eine Freiwilligengruppe gegründet, die einmal im Monat den Zoo mit Arbeitskraft unterstützt. So reinigt diese Gruppe Schilder, hilft bei Handwerksarbeiten wie dem Rückbau von Zäunen, dem Verteilen von Rindenmulch und vielem mehr. Zum anderen stellten sie die Arbeit der Zooscouts vor, die seit nunmehr 10 Jahren Besuchenden zur Seite steht, wenn es um Fragen geht wie „Wo ist die nächste Toilette?“ oder „Wie komme ich am schnellsten zu den Nashörnern?“.
Zum Ende der Versammlung dankte Präsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde den Zoomitarbeitenden: „Im Namen der Zoogesellschaft danke ich allen Zoomitarbeitern – sie machen einen tollen Job.“
Ehrungen:
50 Jahre Mitgliedschaft
Alfred und Brigitte Kerk
Ingrid Kisker
Siegfried Niemeyer und Barbara Sievert-Niemeyer
40 Jahre
Hans Gerd und Ilona Dehnen
Burkhard und Johanna Fromme
Franz-Josef und Carla Hillebrandt
Dr. Rudolf und Dr. Marianne Janzen

