Kommen und Gehen im Zoo Osnabrück: Nachwuchs bei Bisons und Hamstern
24.07.2026
Nachwuchs im Zoo Osnabrück: Acht Feldhamster-Jungtiere warten auf ihre Auswilderung, ein Bison- und ein Löwenjungtier kamen ebenfalls zur Welt – das Löwenjungtier allerdings als Totgeburt.
Ein Kommen und Gehen im Zoo Osnabrück: Der Zoo verzeichnet Geburten, eine Totgeburt und einige Jungtiere verlassen den Zoo zur Auswilderung. „Besonders freuen wir uns, dass Anfang Juni gleich acht Feldhamster-Jungtiere bei uns geboren sind“, berichtet Kuratorin Katja Lammers. Die Jungtiere wurden vor Kurzem veterinärmedizinisch untersucht. „Wir haben ihnen auch Chips zur Wiedererkennung eingesetzt und Haare für Biobanking entnommen“, so die Biologin. Die vom Aussterben bedrohten Nagetiere werden im Rahmen eines Artenschutzprojektes ausgewildert. „Mit den Tieren aus der Erhaltungszucht und der anschließenden Auswilderung können wir die Population im Freiland stärken“, erklärt die Kuratorin.
Auch bei den Bisons in der Nordamerika-Tierwelt Manitoba verzeichnet der Zoo Osnabrück eine Geburt: Am 17. Juli brachte Bison Kunigunde ein Kalb zur Welt. „Beiden Kühen geht es gut. Kunigunde ist eine routinierte Mutter und das weibliche Kalb läuft viel bei ihr mit, ruht sich aber auch gerne zwischendurch aus“, berichtet Lammers.
Totgeburt bei den Asiatischen Löwen
„Leben und Tod liegen nah beieinander – das haben wir gerade erst wieder erleben müssen“, erklärt Tobias Klumpe, Zoologischer Direktor. Im vergangenen Jahr zogen die beiden Asiatischen Löwen Rajah und Kiara an den Schölerberg. „Die beiden haben sich erfolgreich verpaart und Kiara hat am Sonntagmorgen, 19. Juli, ein Jungtier zur Welt gebracht. Auch wenn es tot geboren ist, werten wir den Weg bis hierher positiv. Die beiden haben sich dem Jungtier gegenüber gut verhalten – auch das ist für uns ein positives Zeichen“, so der Biologe. Generell sei die Sterblichkeit von Löwenjungtieren im ersten Lebensjahr sowohl in der Wildbahn als auch in menschlicher Obhut hoch. Auf Kameraaufnahmen sei deutlich zu sehen, dass das Jungtier bereits leblos zur Welt kam. Rund zwei Stunden nach der Geburt habe der Kater Rajah das Jungtier gefressen – ein durchaus arttypisches Verhalten, um die Wurfbox „sauber“ zu halten. So werden außerdem nicht Fressfeinde angelockt. „Wir sind optimistisch, dass wir in Zukunft hier Löwenjungtiere aufwachsen sehen können“, berichtet Klumpe. Asiatische Löwen sind bis zu einem Alter von etwa 15 Jahren fruchtbar. Rajah und Kiara sind 3 Jahre alt. Asiatische Löwen werden von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als "stark gefährdet" eingestuft.


