Forschungsprojekte

Forschung - eine wichtige Aufgabe von Zoos

Regelmäßig können Besucher Studenten im Zoo Osnabrück entdecken, die mit Klemmbrettern ausgestattet an verschiedenen Tieranlagen stehen und die Zoobewohner beobachten. Doch was hat es genau mit der Forschung im Zoo auf sich?

Forschung ist eine der vier zentralen Aufgaben von Zoos (Forschung, Artenschutz, Bildung, Erholung). Dabei arbeitet der Zoo Osnabrück mit unterschiedlichen Universitäten zusammen und gibt Studenten die Möglichkeit, Forschungsprojekte im Zoo umzusetzen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Beobachtungen durch Biologie-Studenten für die Verhaltensforschung im Tierreich. Untersucht werden dabei die Sozialstrukturen von Gruppen, Paarbindungen, die Jungenaufzucht oder auch die Raumnutzung der Anlagen. Für die Studenten ist die Arbeit „am Tier“ eine gute Erfahrung, für den Zoo sind die erhobenen Daten hilfreich, denn das Team ist vergleichsweise klein und für langwierige Beobachtungen fehlt oft die Zeit.

Neben den Biologie-Studenten unterstützt der Zoo Osnabrück auch Studenten der Allgemeinen Psychologie, die für eine Untersuchung von emotionaler Verarbeitung von Reizen 360 Grad/ 3D- Filme im Zoo drehte.

Beispiele für Forschungsprojekte im Zoo Osnabrück:

Virtuelle Realitäten

Studenten aus dem Bereich "Allgemeine Psychologie" der Universität Osnabrück machten 3D/ 360 Grad-Aufnahmen von Zootieren, um diese anschließend im Labor Probanden über eine Virtuelle Realitäten (VR)-Kamera zu zeigen und deren emotionalen und physischen Reaktionen zu messen. (2018)

Sozialstruktur bei Schimpansen

Untersuchung der Sozialstruktur der Westafrikanischen Schimpansengruppe. (2018)

Paarbindung von Polarfüchsen

Untersuchung der Paarbindung von Polarfüchsen. (2017-2018)

Verhaltensbeobachtung bei Pinguinen

Zwei Wochen lang beobachteten Biologie-Studenten für ihr Mastermodul "Verhaltensbiologie" die Humboldtpinguine im Zoo Osnabrück. Sie beobachteten, ob sich die männlichen Pinguine ohne Partner anders verhalten als die verpartnerten. (2015)

Verhaltensbeobachtung bei Wölfen

Studenten der Universität Osnabrück untersuchten für den Bereich der "Verhaltensforschung" die Rangordnung der Europäischen Wölfe. Dabei beobachteten sie, welcher Wolf sich dominant gegenüber den anderen verhält und welcher eher unterwürfig. (2015)

Verhaltensbeobachtung bei Mangaben

Studenten der Universität Osnabrück (Bereich Verhaltensfoschung) untersuchten, ob bei den Weißscheitelmangaben das junge Männchen Barmani seinem Vater Chacon den "Platz" streitig macht und wie Barmani sich den anderen Gruppenmitgliedern gegenüber verhält. (2015)