Orang-Utan Buschi war der erste Menschenaffe, der im Zoo Osnabrück geboren wurde.

Der Name Axolotl leitet sich aus dem Aztekischen ab und bedeutet "Wassermonster".

Pelikane vertilgen am Tag 900 bis 1200 Gramm Fisch.

Der Bongo ist eine afrikanische Antilopenart - im Zoo Osnabrück lebt er in "Takamanda".

Tier des Monats

Tierarten im Portrait

Am Schölerberg leben über 2.260 Tiere aus rund 290 Tierarten. Einmal im Monat stellen wir Ihnen hier eine dieser Tierarten oder auch einzelte Tierpersönlichkeiten vor. Ist Ihr Lieblingstier schon dabei?

Tier des Monats November: Waldbison (Bison Bison Athabascae)

Waldbisons leben in Teilen Alaskas und Kanadas. Sie halten sich bevorzugt in Waldgebieten auf, sind aber keine reinen Waldbewohner. Ihre Nahrung besteht aus Laub, Zweigen und Rinde, aber auch aus Flechten, Kräutern und Gräsern. Wie alle Rinderartigen sind auch die Bisons Wiederkäuer. Waldbisons leben in Herden, die allerdings deutlich kleiner sind als die der Präriebisons und nur aus einigen Kühen mit ihrem Nachwuchs bestehen. Die Bullen leben am Rande dieser Gruppen. Waldbisons können etwa 30 Jahre alt werden. Die Tiere können bis zu 50 km/h schnell werden, obwohl die Bullen fast eine Tonne Gewicht auf die Waage bringen. Bei der Geburt wiegt ein Kalb zwischen 20 und 30 Kilogramm.

1957 wurde die letzte reinblütige Herde Waldbisons in Kanada entdeckt und unter Schutz gestellt. Rund 50 Jahre später war der Bestand wieder auf etwa 3.000 Tiere gewachsen. Heute gilt die Tierart als „potenziell gefährdet“.

Im Zoo Osnabrück leben die Waldbisons in der nordamerikanischen Tierwelt Manitoba.

 

Tier des Monats Oktober: Weißscheitelmangabe (Cercocebus atys lunulatus)

Die Weißscheitelmangabe ist eine Primatenart aus der Familie der Meerkatzenverwandten. In der Wildbahn lebt sie vor allem in westafrikanischen Regenwäldern und ernährt sich von Blättern, Knospen, Früchten, Nüssen, Samen und Pilzen. Die Weißscheitelmangabe erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge zwischen 45 und 70 Zentimetern und eine Schwanzlänge zwischen 67 und 73 Zentimetern. Weißscheitelmangaben leben in Familienverbänden von 20 bis 50 Tieren. Die Gruppen setzen sich aus wenigen Männchen, etlichen Weibchen und den Jungtieren zusammen.

Der Lebensraum der Weißscheitelmangabe ist auf ein sehr kleines Verbreitungsgebiet beschränkt und verschwindet aufgrund von Regenwaldabholzung zunehmend. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft sie daher als „stark gefährdet“ ein. Die Weißscheitelmangabe gehört zu den 25 meist gefährdeten Affenarten und weltweit gibt es nur noch wenige hundert von ihnen.

Im Zoo Osnabrück leben die Weißscheitelmangaben in der afrikanischen Tierwelt „Takamanda“.

Tier des Monats September: Guteschaf (Ovis aries)

Das Guteschaf ist eine Hausschafrasse aus der Gruppe der nordischen Kurzschwanzschafe, die vor allem in Schweden gehalten werden. Darüber hinaus kommen sie auch in Dänemark, Nord- und Ostdeutschland vor. Als Graser sind diese Schafe sehr genügsam, sie werden in der Landschaftspflege auch auf kargen Flächen eingesetzt. Guteschafe erreichen eine Schulterhöhe zwischen 60 und 85 Zentimetern. Weibchen wiegen zwischen 45 und 60 Kilogramm, Männchen erreichen ein Gewicht zwischen 70 und 100 Kilogramm. Beim Guteschaf besitzen beide Geschlechter Hörner. Die Hörner der Böcke sind schneckenförmig und deutlich größer als die Hörner der Auen, die eher sichelförmig sind.

Guteschafe verlieren ihre Wolle von alleine und müssen daher nicht geschoren werden. Rein weiße oder schwarze Guteschafe sind eher selten, die Farbpalette variiert über alle Grau- und Brauntöne. Jedes Schaf hat seine eigene Färbung.

Im Zoo Osnabrück leben die Guteschafe in der nordischen Tierwelt „Kajanaland“.

Tier des Monats August: Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae)

Der Sumatra-Tiger ist die kleinste noch lebende Unterart des Tigers. Sie kommt ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra vor und weicht genetisch von allen heute noch lebenden Unterarten auf dem Festland ab. Die Schulterhöhe der Sumatra-Tiger beträgt circa 60 Zentimeter. Das Tigermännchen kann eine Gesamtlänge von bis zu 250 Zentimetern erreichen und ein Gewicht zwischen 100 und 140 Kilogramm. Die Gesamtkörperlänge der Tigerweibchen liegt zwischen 215 und 230 Zentimetern und ihr Gewicht beträgt 75 bis 90 Kilogramm. Der natürliche Lebensraum der Sumatra-Tiger reicht von Tiefland- bis Hochlandregenwäldern einschließlich einiger Torfmoorwälder. Er ernährt sich hauptsächlich von Groß- und Kleinsäugetieren. Im Gegensatz zu anderen Tigern ist der Sumatra-Tiger die einzige Subspezies, die nicht wasserscheu ist und mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen ausgestattet ist.

Als seltenste Unterart des Tigers stuft die Weltnaturschutzorganisation IUCN den Sumatra-Tiger als „vom Aussterben bedroht“ ein. Untersuchungen legen nahe, dass er nach der letzten Eiszeit auf der Insel Sumatra von den anderen Tigerpopulationen isoliert wurde. Sumatra-Tiger sind hauptsächlich durch Wilderei, Lebensraumverlust und Rückgang ihrer Beutetiere bedroht.

Im Zoo Osnabrück leben die Sumatra-Tiger in der asiatischen Tierwelt „Angkor Wat“.

Tier des Monats Juli: Hudson Bay-Wolf (Canis Iupus hudsonicus)

Der Wolf ist der größte Vertreter der Familie der Hunde. Sie leben in der Regel in Familienverbänden, sogenannten Rudeln. Die Unterart des Hudson Bay-Wolfes wurde erst 1944 beschrieben. Die Raubtiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 90 bis 150 Zentimetern, eine Schulterhöhe von 65 bis 80 Zentimetern und eine Schwanzlänge von 60 Zentimetern. Sie wiegen zwischen 50 und 80 Kilogramm. Im Gegensatz zu anderen Unterarten sind die Hudson Bay-Wölfe sehr hochbeinig. Ihre Unterwolle ist mit bis zu 6.500 Haaren pro Quadratzentimeter sehr dicht. Dieses Fell schützt sie vor Temperaturen von bis zu minus 50 Grad Celsius.

Das Verbreitungsgebiet der Hudson Bay-Wölfe liegt – wie der Name schon verrät – im Bereich des Hudson Bay, einem über 1,2 Millionen Quadratkilometer großen Randmeer im nordöstlichen Teil Kanadas und ihre durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 7 Jahre.  Sie ernähren sich von Wühlmäusen und Lemmingen, Schneehasen, Rentieren und gelegentlich Moschusochsen oder Wapitis.

Im Zoo Osnabrück leben die Hudson Bay-Wölfe in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“.

Tier des Monats Juni: Chapman-Zebra (Equus burchellii chapmanni)

Das Chapman-Zebra ist eine Untergattung des Steppenzebras und kommt ursprünglich aus dem Norden Südafrikas oder aus dem Südwesten Afrikas. Es lebt in der Steppe, ist auf Wasser angewiesen und ernährt sich von Gräsern und Kräutern. Das Chapman-Zebra gehört zu der Gattung der Pferde und wird um die 400 kg schwer und 130 cm hoch.

Anders als Pferde geben Zebras bellende Laute von sich und sind schwer zu zähmen. Jedes Zebra hat eine unterschiedliche Fellfärbung: Auch, wenn es auf den ersten Blick nicht auffällt, hat jede Art und Unterart ein eigenes Streifenmuster und jedes Tier eine persönliche Streifenanordnung. Die Haut des Zebras ist schwarz. Das Chapman-Zebra ist ein Herdentier und die Herde besteht aus mehreren Stuten und einem Hengst, der für die Verteidigung der Stuten zuständig ist. Unter den Stuten herrscht eine klare Rangordnung. Ein Chapman-Zebra bekommt ein Junges nach ungefähr 370 Tagen Trächtigkeit.

Im Zoo Osnabrück leben die Chapman-Zebras Jule und Django mit ihrem Nachwuchs Franz das Zebra im „Tal der grauen Riesen“.

Tier des Monats Mai: Murmeltier

Murmeltiere sind ursprünglich in Eurasien und Nordamerika beheimatet. Die Nagetiere erreichen eine Körpergröße von 40 bis 60 Zentimetern (Schwanzlänge: 10 bis 25 Zentimeter) und ein Gewicht von 3 bis 7 Kilogramm. Die tagaktiven Säugetiere bauen ausgedehnte Gangsysteme und ernähren sich von Gräsern, seltener von Früchten, Samen und Insekten. Murmeltiere leben in Kolonien aus einem dominanten Paar und deren jungen Verwandten. Sie kommunizieren über Schreie, die sie im Kehlkopf erzeugen und die vom Menschen als Pfeiftöne wahrgenommen werden. Murmeltiere begrüßen sich, indem sie die Nasen aneinander reiben und die Köpfe zusammenstecken.

 Das Sehvermögen von Murmeltieren ist sehr gut: Durch die seitliche Anordnung der Augen haben sie ein weites Blickfeld. Auch das Gehör ist sehr empfindlich. Nur der Geruchssinn ist schwach ausgeprägt.

Winterschlaf

In den Sommermonaten fressen sich Murmeltiere eine dicke Speckschicht an. Sobald die Nahrung im Herbst nicht mehr ausreichend Energie liefert, gehen sie in den Winterschlaf. Während des Winterschlafs, der zumeist 6 bis 7 Monate dauert (bis zu 9 Monate sind Möglich), verkleinern sich Magen und Darm energiesparend auf die Hälfte, die Atmung sinkt auf etwa 2 Züge pro Minute und das Herz schlägt nur noch etwa 20 statt 200 Mal in der Minute. Insgesamt sinkt der Energieverbrauch auf unter 10 Prozent.

 

Im Zoo Osnabrück leben die Murmeltiere in der nordamerikanischen Tierwelt "Manitoba".

Tier des Monats April: Der Nacktmull  (Heterocephalus glaber)

 

Der Nacktmull ist ein in den Halbwüsten Ostafrikas beheimatetes Nagetier. Dort lebt er in großen unterirdischen Bauten. Nacktmulle sind, was für Säugetiere eher selten ist, in Staaten organisiert: Es gibt Arbeiter, Soldaten und eine Königin.

Nacktmulle erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 5 bis 15 Zentimetern und ein Gewicht von 30 bis 50 Gramm. Bis auf einige Vibrissen (Sinneshaare) sind sie nackt. Das ist unter der Erde von Vorteil, denn so können sie sich vorwärts und rückwärts gleich schnell fortbewegen und Parasiten können sich nur schlecht an ihnen festsetzen. Ihre Nagezähne sind stark ausgebildet und wachsen ständig nach. Sie dienen als Baggerschaufeln, weshalb sie auch vor den Lippen sitzen – so kann der Nacktmull graben, ohne dass Erde in sein Maul gelangt. Die Kaumuskulatur macht etwa 25 Prozent der Gesamtmuskelmasse aus. Die Augen und Ohren sind nur rudimentär ausgebildet: Nacktmulle sind beinahe blind und besitzen keine äußere Ohrmuschel.

Im Zoo Osnabrück leben die Nacktmulle im Unterirdischen Zoo.

Tier des Monats März: Das Vikunja (Vicugna vicugna)

 

Vikunjas gehören zur Familie der Kamele und ähneln Guanakos. Sie erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 150 Zentimetern, eine Schulterhöhe von 100 Zentimetern und ein Gewicht von circa 50 Kilogramm. Ihre unteren Schneidezähne wachsen wie bei Nagetieren ständig nach – etwas Vergleichbares gibt es bei anderen Paarhufern nicht. Das Fell der Vikunjas ist fein und sehr dicht. Ihre Wolle gilt als seltenste und teuerste der Welt.  

Die Paarhufer leben in territorialen, je von einem Männchen geführten Familienverbänden. Das Verbreitungsgebiet von Vikunjas liegt in den Hochanden Ecuadors, Perus, Boliviens, Argentiniens und Chiles, in 3.500 bis 5.500 Metern Höhe. Bis 1965 schwand der Bestand auf nur etwa 6.000 Tiere, doch Dank Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand erholt und liegt heute bei über 200.000 Tieren.

Im Zoo Osnabrück leben die Vikunjas im Südamerika-Areal, wo sie sich die Außenanlage mit den Nandus teilen.

Tier des Monats Februar: Die Sandkatze  (Felis margarita)

 

Sandkatzen sind 45 bis 55 Zentimeter lange Raubtiere mit einer Schwanzlänge von 30 bis 35 Zentimetern, einem Stockmaß von bis zu 30 Zentimetern und einem Gewicht zwischen 1,5 und 3,5 Kilogramm. Auffällig ist der breite, abgeflachte Kopf mit großen, weit außen stehenden Ohren. Lange Härchen in den Ohren schützen die Wüstenbewohner vor eindringendem Sand. Die Pfoten der Sandkatzen sind mit dichtem, drahtigen und verfilzten schwarzen Haarbüscheln versehen, die den direkten Kontakt mit dem heißen Sand verhindern und außerdem vor Kälte schützen. Sandkatzen sind in den Wüstengebieten, in denen sie leben, großen Temperaturschwankungen ausgesetzt: Tagsüber ist es bis zu 40 Grad heiß und die oberste Sandschicht erreicht sogar Temperaturen von bis zu 80 Grad. Im Winter hingegen kühlt es auf bis zu minus 25 Grad herunter.

Sandkatzen hören ihre Beute auch unter dem Sand und graben diese aus. Die Katzen leben in der Sahara, auf der Arabischen Halbinsel, in der Karakum östlich des Kaspischen Meeres sowie in Pakistan.

Im Zoo Osnabrück leben die Sandkatzen im Tal der grauen Riesen.

Tier des Monats Januar: Der Piranha

 

Piranhas sind räuberische Fische, die in Schwärmen in südamerikanischen Süßgewässern leben. Die Fische sind etwa 15 bis 40 Zentimeter groß, haben einen hohen Rücken und die Seiten sind stark abgeflacht. Piranhas besitzen sehr scharfe Zähne.

Das Schwarmverhalten der Süßwasserfische ist sehr ausgeprägt. Sie jagen vor allem Fische und Krustentiere, greifen aber auch größere Wirbeltiere an. In den Gewässern übernehmen sie die Aufgabe der „Gesundheitspolizei“: Sie vertilgen Tierkadaver und verhindern damit gefährliche Epidemien.

Piranhas üben intensive Brutpflege aus und meist übernimmt das Männchen die Verteidigung und Versorgung des Geleges.

Die Sägesalmler besitzen eine besondere Eigenschaft: extrem schnelle Wundheilung. Abgebissene Schwanz- oder Rückenflossen wachsen innerhalb kurzer Zeit wieder vollständig nach.

Im Zoo Osnabrück leben die Piranhas im Tetra-Aquarium.

Tier des Monats Dezember: Orang-Utan Buschi

Im Zoo Osnabrück leben derzeit vier Orang-Utans: die beiden Männchen Buschi und Damai sowie die Weibchen Astrid und Dayang. Orang-Utan Buschi war der erste Menschenaffe, der im Zoo Osnabrück zur Welt kam. Seine Mutter Suma nahm ihn nicht an und so wurde er mit der Hand aufgezogen – mit Unterstützung von Krankenschwestern des Kinderhospitals. Geboren wurde Buschi am 21. Dezember 1971.  Der Zoo sucht immer neue Möglichkeiten, seine tierischen Zoobewohner zu beschäftigen – größtenteils mit Futtersuche oder anderen positiven Reizen wie Duftstoffen. Buschi malt gerne mit Fingerfarben auf Leinwände.

Mittlerweile wird zwischen drei unterschiedlichen Arten von Orang-Utans unterschieden: Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus), Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii) und der neu entdeckte Tapanuli-Orang-Utan (Pongo tapanuliensis). Alle drei Arten werden auf der Roten Liste bedrohter Tierarten der Weltnaturschutzorgaisation IUCN als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. 

Buschi ist ein Mischling aus Borneo- und Sumatra-Orang-Utan. Seine drei Artgenossen im Zoo Osnabrück sind Borneo-Orang-Utans.

Im Zoo Osnabrück leben die Orang-Utans in der asiatischen Tierwelt Angkor Wat.

Tier des Monats November: Eurasische Zwergmaus (Micromys minutus)

Eurasische Zwergmäuse erreichen nur eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 5 bis 7 Zentimetern und ein Gewicht von 5 bis 7 Gramm. Damit zählen sie zu den kleinsten Nagetieren. Ihr Verbreitungsgebiet liegt im südlichen Großbritannien, nördlichen Spanien, FInnland, weiten Teilen von Mittel- und Osteuropa, dem südlichen Russland bis Japan, Korea und dem östlichen China. Dort bewohnen sie Gebiete mit hoher Vegetation wie Gräsern und Schilf. Ihren Schwanz können sie als Greifschwanz nutzen.

 

Im Zoo Osnabrück leben die Baumstachler in der asiatischen Tierwelt Angkor Wat.

Tier des Monats Oktober: Baumstachler (Erethizon)

Baumstachler sind Nagetiere, die mit Stachelschweinen verwandt sind. Sie ernähren sich von pflanzlicher Kost wie Rinde, Knospen, Baumnadeln, Wurzeln, Blättern oder Früchten. Die nachtaktiven Säugetiere leben einzeln oder als Paar. Ihre rund 30.000 Stacheln werden etwa 8 Zentimeter lang. Ihren ebenfalls dicht bestachelten Schwanz nutzen sie zur Verteidigung, indem sie damit schlagen. Die Stacheln der Baumstachler beitzen kleine Widerhaken. Baumstachler bewegen sich relativ langsam. Sie leben hauptsächlich auf Bäumen, um sich vor Feinden zu schützen. Die Nagetiere können nicht so gut sehen, dafür sind Tast- und Geruchssinn besser ausgebildet.

Baumstachler leben in Misch- und Nadelwäldern in den nördlichen und westlichen USA sowie  in Kanada.

Im Zoo Osnabrück leben die Baumstachler in der nordamerikanischen Tierwelt Manitoba.

Tier des Monats September: Dornschwanzagame (Uromasticinae)

Dornschwanzagamen sind urzeitlich aussehende Echsen mit einem flachen Körper und einem langen, mit Dornen besetzten Schwanz. Dieser dient den Dornschwanzagamen zur Wasserspeicherung und als Waffe. Die Allesfresser können ihre Farbe wechseln: Morgens ist die Haut dunkler, denn so können sie besser Wärme aufnehmen. Steigt die Körpertemperatur, wird die Haut heller. Die tagaktiven Schuppenechsen verbringen die Mittagshitze in Felsspalten und Höhlen.

Dornschwanzagamen leben in trockenen Gebieten Nordafrikas und Asiens von Marokko bis nach Afghanistan und Indien. Sie werden 10 bis 20, teilweise sogar über 30 Zentimeter groß.

Im Zoo Osnabrück leben die Dornschwanzagamen im Tetra-Aquarium gegenüber von den Seychellen-Riesenschildkröten.

Tier des Monats August: Der Seehund (Phoca vitulina)

Seehunde sind in allen nördlich-gemäßigten Meeren verbreitet. Die Gesamtpopulation wird auf rund 500.000 Tiere geschätzt, von denen etwa 90.000 an europäischen Küsten leben. Die Raubtiere sind sehr gute Schwimmer und können 30 Minuten lang tauchen.

Die Tragzeit von Seehunden liegt bei 11 Monaten, sie bringen ihre Jungtiere in den Monaten Juni und Juli zur Welt. In der Regel werfen sie dabei ein Jungtier, das etwa 10 Kilogramm schwer, 85 Zentimeter lang und voll schwimmfähig ist. Der Nachwuchs wird nur rund fünf Wochen gesäugt.

Im Zoo Osnabrück leben derzeit drei Seehunde: Max, Biene und Greetje. Biene brachte Greetje am 16. Juli 2018 zur Welt. Die drei Seehunde leben in den "Wasserwelten". Besucher können in den Ferien und an den Wochenenden täglich die Seehund-Fütterung miterleben. Außerdem führen die Tierpfleger "Medical Training" mit den Raubtieren durch.

Tier des Monats Juli: Der Asiatische Elefant (Elephas maximus)

Happy Birthday, Minh-Tan! Der Elefantenbulle Minh-Tan hat diesen Monat seinen 1. Geburtstag. Im Zoo Osnabrück leben aktuell vier Asiatische Elefanten: Zuchtbulle Luka (45 Jahre) und die Elefantenkuh Douanita (31 J.) mit ihrer Tochter Sita (5 J.) und dem Jungbullen Minh-Tan. Im Frühjahr 2017 kamen die Elefantenkuh Douanita und ihre damals vierjährige Tochter Sita aus dem Zoo Prag an den Schölerberg umgezogen. Zu diesem Zeitpunkt war Doaunita bereits tragend. Bereits im Juli 2017 brachte Douanita dann den kleinen Bullen Minh-Tan zur Welt. Er war der erste Elefant, der im Zoo Osnabrück geboren wurde. Der Zoo hofft nun, in Zukunft mit den Asiatischen Elefanten züchten zu können - das ist wichtig, da die Dickhäuter stark bedroht sind. Die Elefanten im Osnabrücker Zoo leben in der Tierwelt "Tal der grauen Riesen".

Asiatische Elefanten sind etwas kleiner als Afrikanische, erreichen aber trotzdem eine Körpergröße von drei Metern und ein Gewicht von bis zu sechs Tonnen. Sie sind die größten Landsäugetiere Asiens. Asiatische Elefanten ernähren sich von Ästen, Blättern, Baumrinden, Wurzeln, Früchten und Gräsern und benötigen täglichen Zugang zu Wasser. Sie leben überwiegend in Regenwäldern und immergrünen Laubwäldern. Die Schwangerschaft eines Asiatischen Elefanten dauert fast zwei Jahre und das Junge kommt meist mit mehr als 100 Kilogramm Körpergewicht auf die Welt. Die Dickhäuter leben in Herden, bestehend aus Weibchen zusammen mit ihrem Nachwuchs. Alte Bullen leben als Einzelgänger, junge hingegen in Junggesellengruppen. Von der Weltnaturschutzorganisation IUCN wird der Asiatische Elefant als „stark gefährdet“ eingestuft.

Tier des Monats Juni: die Tüpfelhyäne (Crocuta crocuta)

Im Zoo Osnabrück leben vier Tüpfelhyänen: Männchen Badu (10 Jahre) und Weibchen Lulonga (11 Jahre) mit ihrem zwei und drei Jahre alten männlichen Nachwuchs. Hinweis (Mai 2019): Aktuell lebt im Zoo Osnabrück das Zuchtpaar: Männchen Badu und Weibchen Lulonga

Bei den Tüpfelhyänen handelt es sich um die größte Hyänenart. Sie werden etwa 125 bis 160 Zentimeter groß und wiegen zwischen 45 und 60 Kilogramm. Zumeist ernähren sich Tüpfelhyänen von selbst gerissenen Wirbeltieren. Die Raubtiere leben in Gruppen mit komplexen Sozialstrukturen, die von Weibchen dominiert werden. Männchen und Weibchen sind äußerlich schwer bis gar nicht zu unterscheiden.

Bekannt sind Tüpfelhyänen, wie Hyänen im Allgemeinen, für ihre besonders starke Kiefermuskulatur und die damit einhergehenden extrem hohen Beißkräfte.

In der Wildbahn sind Tüpfelhyänen südlich der Sahara beheimatet, die größten Populationen finden sich im Krüger-Nationalpark sowie in der ostafrikanischen Serengeti. Im Zoo Osnabrück leben die Tüpfelhyänen in der Afrika-Tierwelt Takamanda.