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Zoo Osnabrück

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Im Sommer täglich
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(Kassenschluss 17:30 Uhr)

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Das Projekt


Im Osten Ecuadors, mitten im Amazonischen Regenwald liegt Sarayacu. Dieses Gebiet gehört den Kichwe–Indianern, die hier seit Jahrhunderten leben. Es gibt kaum Verdienstmöglichkeiten und so leben sie hauptsächlich vom Jagen, Angeln und Fischen. Tayja-Saruta ist der Name der Organisation der Einwohner im Sarayacu Gebiet, die sich aus fünf Dorfgemeinschaften zusammensetzt.



Sarayacu befindet sich mitten im Amazonischen Regenwald und ist ungefähr 1400 Quadratkilometer groß. Das Gebiet hat eine üppige Vegetation und wird von zahlreichen Flüssen und Bächen durchschnitten, die alle in den großen Amazonas münden.

Hier sind zahlreiche Pflanzen- und Tierarten beheimatet, wie Flachlandtapir, Jaguar, Gehaubter Kapuzineraffe, Klammeraffe, Ararauna und Kaiman. An dieser Stelle sind nur die Arten genannt, die auch im Zoo Osnabrück gehalten werden. Viele der dort lebenden Arten werden auf der Roten Liste der IUCN als "gefährdet" eingestuft, wie Waldhund, Brillenbär, Großer Ameisenbär und Brasilianischer Riesenotter. Tapire und Kaimane, aber auch Wollaffen und Pekaris werden wegen ihres Fleisches gejagt und sind in einigen Teilen des Sarayacu Gebietes deshalb bereits ausgerottet.

Der Projektkoordinator José Machoa mit einem Tapir an der Futterstation.


Die Bewohner des Sarayacu Gebietes haben das Problem der schwindenden Naturressourcen schon lange erkannt. Tayja Saruta, der Zoo Osnabrück und die Kirsten und Axel Ziemek Stiftung Pro Kreatur möchten mit diesem Projekt die Tierarten und ihren Lebensraum für Mensch und Tier langfristig erhalten.

Seit Mitte 2003 wurden bereits zwei Schutzgebiete mit einer Größe von je 50 Quadratkilometern errichten. In diesen Schutzgebieten ist die Jagd verboten. Zum Einrichten von Schutzgebieten bedarf es einer gewissen Infrastruktur und Ausrüstung. Grenzen müssen bestimmt und markiert werden, eine Basisstation eingerichtet und Waldhühter engagiert werden. Die Schutzgebiete müssen ständig überwacht werden. Erfreulich ist, dass in den Schutzgebieten mittlerweile wieder Tierarten beobachtet werden, die vorher verschwunden schienen, wie zum Beispiel der Nachtaffe Aotus vociferans.


Mehrere Familien helfen beim Bau eines Fischteiches.

Der Tierbestand konnte sich in diesem relativ kurzen Zeitraum nur deshalb so gut erholen, weil die Menschen in Sarayacu erheblich weniger Wildtiere jagen als vor Projektbeginn und der Tapir überhaupt nicht mehr bejagt wird. Das ist nur möglich, da im Rahmen des Projektes zehn Familien Material und Tiere für die Geflügel- und Fischzucht gestellt bekommen haben. Fische zu halten und erfolgreich zu züchten ist nicht einfach. Aber nach zwei Workshops mit einem peruanischen Fischereibiologen sind dort mittlerweile die ersten erfolgreichen "Ernten" zu vermelden. Nicht zuletzt dem Projektkoordinator José Machoa ist es zu verdanken, dass das Projekt so erfolgreich läuft. In zahlreichen Informationsveranstaltungen warb er für das Vorhaben und hat so erreicht, dass ein Großteil der Einwohner Sarayacus dieses unterstützen. Er war so überzeugend, dass sich die Nachbargemeinde Shamini gerne dem Projekt angeschlossen hätte. Leider konnten wir jedoch im vorgesehenen Finanzrahmen das Projekt nicht erweitern.


Der Zooshop SafariEck wird außerdem traditionelles Kunsthandwerk verkauften, welches von den Einwohnern Sarayacus gefertigt wird.
Foto: Zoos-go-Wild


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